Schreibtisch

Berichte aus dem Quarantän XXXIII: Die Schweizer Regierung greift in der Pandemie eher zögerlich auf das Universitätswissen zurück. Zuerst berief man sich vor allem auf die angewandten Disziplinen. Die breiter abgestützte Covid-19 Task Force wurde eher widerwillig installiert. Ein Rückblick.

Das Verhältnis zwischen Forschung und Politik ist nicht ungetrübt. Das lässt sich am Coronafall zeigen. Ob Lehren aus den harzigen Entwicklungen zu Beginn der Pandemie gezogen werden, ist ungewiss. 25. März, 30. April, 30. Mai, 6./7. Juni 2020

Hier geht’s zum Beziehungsdrama zwischen Forschung und Politik.

 

Berichte aus dem Quarantän XXXII: Regierungshandeln und Kompetenz, eine kurze Erinnerung. Wie wurde die Initiative der Exekutive beurteilt, als sie sich daran machte, die Geschicke in die Hand zu nehmen? Eigentlich nicht schlecht. Unterdessen ist alles komplizierter und mühsamer geworden.

Philosophen und Rechtsgelehrte fragten sich im Frühjahr 2020, ob das Comback des staatlichen Handelns mittels Notverordnungen gerechtfertigt war und ob daraus Schlüsse auf zukünftige Problemlagen zu ziehen sind. 2. Juni 2020

Hier geht’s zum Notverordnungstext.

 

Berichte aus dem Quarantän XXXI: Ach, das waren noch Zeiten, im März 2020. Als noch wenig Klarheit über das Wüten und Wirken des Coronavirus bestand, lief Alain Berset an den Medienkonferenzen, in denen die bundesrätliche Politik erläutert wurde, zur Höchstform auf. Zeit für ein »Best of Berset«.

Bundesrat Alain Berset steht seit über einem Jahr im Scheinwerferlicht. Zu Beginn der Coronakrise galt es, das Infektionsgeschehen mit allen Mitteln zu beruhigen. Die Fäden der Pandemiebekämpfung liefen in den Händen des Gesundheitsministers zusammen. Unterdessen schwafeln alle mit, mehr oder minder akkurat. Ein melancholischer Blick zurück mit Zitaten. 16. März 2020, mit einer Ergänzung vom 9. Dezember 2020.  

Hier geht’s zu den verbalen Höhepunkten.

 

Berichte aus dem Quarantän XXX: Blicke in den Osten. Die meisten Länder in Ostasien und Ozeanien haben die Pandemie besser gemeistert. Warum? Drei Erklärungsversuche.

 

Vermutlich dürften das genaue Contact Tracing und die konsequente Bekämpfung von Clustern die Hauptgründe sein, dass viele Länder in Ostasien und Ozeanien erfolgreicher durch die Krise kommen. Zudem haben die Erfahrungen mit SARS-1 die Leute sensibilisiert. In den westlichen Ländern und den USA hat man es verpasst, aus diesen Erfahrungen Lehren zu ziehen. 20. bis 24. November 2020.

Hier geht's zum Bericht über Ostasien und Ozeanien.

 

Berichte aus dem Quarantän XXIX: Immer Ärger mit Zahlen. Die Epoche des Quarantäns führt uns plastisch vor Augen, wie schwierig wir uns im Umgang mit Zahlen tun.

Manchmal kommt uns bei der Interpretation von mathematischen Zusammenhängen unsere Weltanschauung in den Weg. Vielleicht spielt aber auch die Weltanschauung jener, die gerechnet haben, eine nicht unbedeutende Rolle. 9. März 2021, ergänzt am 29. März 2021

Hier geht’s zum Text über den willkürlichen Umgang mit Zahlen.

Berichte aus dem Quarantän XXVIII: In dieser Pandemie scheint vieles eine Frage von Nähe und Distanz zu sein. Besser, wir halten uns das Virus vom Leibe. Und: Half der Klimawandel, den lästigen Erreger unter die Menschen zu bringen?

»Nähe fördert Austausch von Viren«, sagt Gertraud Schüpbach von der Universität Bern in der NZZ vom 11. April 2020. Die Virologin Sandra Junglen von der Berliner Charité forscht dort, wo die Wildtypen der Viren leben, zum Beispiel im Regenwald, und spricht am 8. Februars 2021 in der Zeit darüber. Und spielt auch der Klimawandel eine Rolle, fragt sie sich – und auch der TA am 5. Februar 2021.

 

Hier geht’s zu einem weiteren Zoonose-Text.

 

Berichte aus dem Quarantän XXVII: Die geschundene Seele lechzt nach Aufhebung der Einschränkungen, denn die psychischen Belastungen nehmen zu. Auch die Konsultationen bei den psychologischen Diensten? Eine Umfrage bei den entsprechenden Stellen.

Manche sagen, die Kosten psychologischer Behandlungen steigen ins Uferlose. Die Nachfrage sei gewachsen. Aber ist dem wirklich so? Werner Bertens ist in der SZ dieser Frage nachgegangen. 27. Februar 2021

Hier geht’s zum Bericht über den Zustand unserer Seele

 

Berichte aus dem Quarantän XXVI: Über Wirte und Märkte. Nein, es geht nicht um das Elend in der Gastronomie. Virologen suchen nach den Wegen, wie das Virus zum Menschen gelangt. Dabei spielen Märkte, auf denen lebende Tiere verkauft werden, eine Hauptrolle.

Was haben ein Augenschein im Kasanka-Nationalpark in Sambia, auf einem Tiermarkt in der Republik Kongo und auf dem Huanan-Großmarkt in Wuhan gemeinsam? Genau: die Frage nach den Wirten von Viren. Eine Spurensuche. 1. August 2020, 9./10. Januar 2021, 14. Februar 2021

Hier geht's zur Spurensuche.

 

Berichte aus dem Quarantän XXV: Die Forschungsreise des China-WHO-Joint Teams. Pressekonferenz vom 9. Februar: Krankenhäuser, Labore, Lebendtiermarkt. Wie befürchtet, versucht die chinesische Regierung die Untersuchungen zu beeinflussen. Am 30. März ist der Schlussbericht vorgestellt worden. Es gibt keine Überraschungen.

Endlich hat die Feldarbeit begonnen. Die ersten Eindrücke bestätigen die Erwartungen und unterstützen die bisherigen Erkenntnisse. Und enttäuschen die Anhänger der Laborthese. Es gibt noch viel zu tun. Doch die chinesischen Behörden verweigern Einsicht in wichtige Daten. 10. Februar, 15. Februar, 30. März 2021

Hier geht's zum Reisebericht.  

 

Berichte aus dem Quarantän XXIV: Neues zum Zahlensalat. Das ewige Gezänk um Aufhebung oder Verschärfung von Maßnahmen ist nervtötend. Aber offenbar muss es sein. Schauen wir uns ein paar neue Rechenbeispiele an. Und korrigieren alte.

»Dieses Thema wurde schon behandelt. Das kenne ich schon«, grummeln Sie zu Recht. Ja, im Bericht Was kostet ein Leben? ging es darum. Aber die Gesundheit und die Wirtschaft stehen nach wie vor im Zentrum der politischen Diskussionen. Es gibt eine interessante Rechnung von der Task Force dazu. Und es braucht ein paar Berichtigungen zum ersten Zahlensalat. 2. Februar 2021

Hier gehts zum zweiten Zahlensalat.