Schreibtisch

Brosamen

Über das Unbehagen im Ungefähren

Während der kritischen Durchsicht durch die Rohfassung eines noch nicht lektorierten Manuskripts fallen immer wieder Fragmente dem Rotstift zum Opfer. Aus welchen Gründen auch immer scheinen sie nicht ins Ganze passen zu wollen. Diese Brosmanen dreht und wendet man eingehend, man prüft genauestens, ob sie nicht doch noch als Amuse bouche aufgetischt werden können. Und wenn ja, wo und in welcher Form. In meinem zurzeit entstehenden Roman mit dem Arbeitstitel »Los Alamos« ist eine Passage gestrichen worden, die allzu essayartig und allzu »feuilletonistisch« geraten ist. Hier ist sie nachzulesen. Es geht über das Unbehagen im Ungefähren. Zuerst spricht der Protagonist Walter Lutz. Lutz ist ein Drucker und sinniert in einem Tagebuch ausführlich über seinen bisherigen Lebensweg. Dabei streift er auch das Thema Silicon Valley. Seine Tochter Flavia liest dieses Tagebuch und stellt ihrerseits Gedanken über das von Lutz Beschriebene an.

Prada bei Marfa

Sommertheatersaison 2018:

Zum Zustand des zivilisatorischen Prozesses.

Hier geht's zum kleinen Versuch über das Schweigen und Unterlassen in Zeiten der Gegenaufklärung.

Essay zu Norbert Elias' Prozess der Zivilisation im Zeitalter von Adlergesten, Shitstürmen und Twittergewittern.

Zum Stand der Dinge Anfang März 2018:

Der Autor brütet einen neuen Roman aus.

Darin schlagen sich der Drucker Walter Lutz, seine Tochter Flavia, der zwielichtige Kunsthändler Lunewitz und weitere Experten vom Fach in unterschiedlicher Art und Weise und mit ebenso unterschiedlichen Zielen mit einer altgotischen Kleiderschnalle herum, die 1938 in München erstmals in den Handel kam. Aber: Ist das Schmuckstück überhaupt echt? Wer will, dass sie das ist? Und warum? Wer will sie mit welchen Motiven als Fälschung entlarven? Wieso wird die Schnalle, die als verschollen galt, im Jahre 2017 erneut auf dem Kunstmarkt angeboten?

Und: Was hat J. Robert Oppenheimer, der sog. »Vater der Atombombe«, mit all dem zu tun?

Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten. Der Autor dichtet dazu.

Die Auflösung folgt. Aber nicht hier, sondern im neuen Buch.

Wir begrüssen Johann, den neuen Mitarbeiter

Seit Anfang 2018 unterstützt der neue Mitarbeiter Johann den Autor bei seiner Arbeit. Er sorgt dafür, dass im Bieler Büro an der Kontrollstrasse alles stilvoll über die Bühne geht. Zudem wacht er aufmerksam über den Fortgang des neuen Romans.

«Einer der stärksten Debütromane des Herbstes.»

Angelo Algieri auf Twitter, freier Journalist, Berlin

Besonderer Erzählstil, packender Roman

«Die Handlung wird nicht linear erzählt, sondern bruchstückartig mal als Brief, Tagebuchaufzeichnung, E-Mail-Dialog bis zu den Gedanken der Haushälterin der Familie Burkhart. Genau deshalb fand ich den Roman so packend. Wenn man sich auf den besonderen Erzählstil einlässt, hat man schnell die verschiedenen Puzzleteile erkannt und es entwickelt sich ein erschreckendes Familienbild voll verdrängter Geschichten und unternehmerischer Eitelkeit.»
Michael Berger, K-Punkt Kultur, Kanal K

 

Geschickt gemacht!

«Der Leser des Romans jedenfalls kann erst nach dem Lesen des letzten Kapitels die ganze Tragweite des Autounfalls ermessen. Geschickt gemacht!»
mona lisa bloggt

«Blocher spielt mit», schreibt Irene Widmer vom Schweizer Feuilletondienst.

Und: «Ein Buch für Leute, die sich für Wirtschaft interessieren.» Der ganze Artikel ist hier nachzulesen www.feuilletondienst.ch

passé

WDR 3 Gutenbergs Welt

Mit Manuela Reichart
Kollisionen und andere Unfälle
Darin ein Gespräch mit Adrian Stokar über seinen Roman Einstürzende Gewissheiten
2. Oktober 2016
18:04 Uhr

Ein Auto stürzt in den Abgrund. Unfall mit tödlichen Folgen. 40 Jahre später wird das Gedächtnis bemüht, sorgt für Kollisionen und führt mitten hinein in eine unglückliche Familiengeschichte – eine Gutenbergs Welt Sendung über Rekonstruktionsversuche.
In Adrian Stokars Debütroman holt die Vergangenheit einen betagten Jubilar ein. Für ein Zeitungsporträt recherchiert ein Journalist den Autounfall, in den der Industrielle vor 40 Jahren verwickelt war. Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, Erinnerungen abgefragt.

Presse

«Ein klarer Fall von Dramatik-Entlehnung... ein weiteres literarisches Delikt: Koketterie mit Prominenten.»

Martin Ebel im Tages-Anzeiger