Schreibtisch

Wegweiser

Berichte aus dem Quarantän III: Wir klettern uns frei

Da nun die zweite Welle anrollt, erinnern wir uns kurz an die erste. Welches Land hat wie reagiert? Und was hat das alles mit Freiheit und Klettern zu tun? 20. Mai 2020 

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Berichte aus dem Quarantän II: Steiner & Schmid über Sokrates und Rumsfeld

Was wissen wir? Und was nicht. Und: Wissen wir Dinge nicht, die wir nicht wissen? Oder was? Steiner & Schmid (bekannt aus den Einstürzenden Gewissheiten) reden miteinander. 27. März 2020 

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White Sands

Berichte aus dem Quarantän I: Zum 6. August 1945: Wissenschaft und Macht

Nachdem J. Robert Oppenheimer mit allen Mitteln versucht hatte, die Atombombe zu bauen, versuchte er mit allen Mitteln, deren Einsatz zu verhindern. Vergeblich. Über das tragische Scheitern eines Genies. 20. März 2020 

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Brosamen

Über das Unbehagen im Ungefähren

Während der kritischen Durchsicht durch die Rohfassung eines noch nicht lektorierten Manuskripts fallen immer wieder Fragmente dem Rotstift zum Opfer. Aus welchen Gründen auch immer scheinen sie nicht ins Ganze passen zu wollen. Diese Brosmanen dreht und wendet man eingehend, man prüft genauestens, ob sie nicht doch noch als Amuse bouche aufgetischt werden können. Und wenn ja, wo und in welcher Form. In meinem zurzeit entstehenden Roman mit dem Arbeitstitel »Los Alamos« ist eine Passage gestrichen worden, die allzu essayartig und allzu »feuilletonistisch« geraten ist. Hier ist sie nachzulesen. Es geht über das Unbehagen im Ungefähren. Zuerst spricht der Protagonist Walter Lutz. Lutz ist ein Drucker und sinniert in einem Tagebuch ausführlich über seinen bisherigen Lebensweg. Dabei streift er auch das Thema Silicon Valley. Seine Tochter Flavia liest dieses Tagebuch und stellt ihrerseits Gedanken über das von Lutz Beschriebene an.

Wir begrüssen Johann, den neuen Mitarbeiter

Seit Anfang 2018 unterstützt der neue Mitarbeiter Johann den Autor bei seiner Arbeit. Er sorgt dafür, dass im Bieler Büro an der Kontrollstrasse alles stilvoll über die Bühne geht. Zudem wacht er aufmerksam über den Fortgang des neuen Romans.

Prada bei Marfa

Sommertheatersaison 2018:

Zum Zustand des zivilisatorischen Prozesses.

Hier geht's zum kleinen Versuch über das Schweigen und Unterlassen in Zeiten der Gegenaufklärung.

Essay zu Norbert Elias' Prozess der Zivilisation im Zeitalter von Adlergesten, Shitstürmen und Twittergewittern.

Fleckenphilipp

«Und während der Pubertät musste ich auf seinen Befehl morgens immer das Leintuch wechseln, die Mutter dürfe von den Flecken darauf nichts erfahren. Pah, das weiß doch jeder, was zu dieser Zeit bei den Jungs abgeht, da muss man mir doch nichts vormachen.»

Aus: Einstürzende Gewissheiten, S. 209, © Zeichnung: Tobias Gutmann

Unfall

Bücherparadies Zürich. Es las Adrian Stokar aus Einstürzende Gewissheiten über Lebenslügen und Selbstnotlügen. Das Gelesene illustrierte Tobias Gutmann.

«Herr Burkhart kam mit seinem Sportwagen vermutlich etwas zu schnell auf den Bahnübergang zugerast, dann versuchte er zu bremsen, glitt aber über die rutschig gewordenen Schienenstränge und den Lärchenadeln weg, rumpelte geradeaus durch den Wald, krachte zurück auf die Straße, überquerte diese und stürzte in die Tiefe. Paff. So schnell geht das ... Es war ein entsetzlicher Anblick.»

Aus: Einstürzende Gewissheiten, S. 11, © Zeichnung: Tobias Gutmann

Silvia

«So ergab sich ihr stets die Möglichkeit oder zumindest der Gedanke an die Möglichkeit, das Leben auch ganz anders und mit anderen Menschen einzurichten. Ob sie von diesem Möglichkeitsraum in den Wirklichkeitsraum wechseln wollte, blieb im Unklaren. Diese kecke Nonchalance versetzte sie in eine schon fast frivole Lage, gleichwohl vermochte sie sich letztlich nicht vorzustellen, dies wirklich auszunützen.»

Aus: Einstürzende Gewissheiten, S. 36, © Zeichnung: Tobias Gutmann

Besonderer Erzählstil, packender Roman

«Die Handlung wird nicht linear erzählt, sondern bruchstückartig mal als Brief, Tagebuchaufzeichnung, E-Mail-Dialog bis zu den Gedanken der Haushälterin der Familie Burkhart. Genau deshalb fand ich den Roman so packend. Wenn man sich auf den besonderen Erzählstil einlässt, hat man schnell die verschiedenen Puzzleteile erkannt und es entwickelt sich ein erschreckendes Familienbild voll verdrängter Geschichten und unternehmerischer Eitelkeit.»
Michael Berger, K-Punkt Kultur, Kanal K